Dienstag, 18. März 2014

Basteln in Budapest

Guten Morgen, Ihr Lieben! Da ich momentan nichts Vernünftiges zu zeigen habe (was nicht heisst, dass es nichts gibt, es ist nur noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür da), gibt's heute ausnahmsweise mal einen kleinen Rückblick über unser vergangenes Wochenende in Budapest.

Los ging's schon am Freitag und wir übernachteten erstmalig im Hotel Queen's Court am Grossen Ring. Sehr empfehlenswert! Wir hatten eine hübsche Superior Suite mit super ausgestatteter Küche und haben dafür nur 142 Euro für zwei Nächte bezahlt! Gut, das Fernsehprogramm lässt ein wenig zu wünschen übrig - der einzige vernünftige Sender war SWR Rheinland-Pfalz (und das will ja was heissen ;-)), aber trotzdem, wer ein paar Tage in Budapest verbringen will, ist da bestens aufgehoben. Zumal sich unser Lieblingsrestaurant, das Bock Bisztró, gleich um die Ecke befindet. Da ging's dann nach unserer Ankunft auch gleich hin. Ich sage nur: Gänselebersushi - ein Gedicht!

Das restliche Wochenendprogramm Programm lässt sich ganz gut mit diesem Bild zusammenfassen:


Das Konzert von Zsuzsa Koncz (für alle, die sich - wie schon bei Zsa Zsa Gabor - fragen , wie sich das ausspricht: Schuscha) hat Andrea ganz uneingennütziger Weise von mir zu Weihnachten bekommen. Ein wunderbarer Zufall, das Wochenende in  Budapest stand nämlich schon fest, bevor dieses Konzert auch nur beworben worden war. Und ich hatte ja schon lange gehofft, dass auch ich diese unvergleichliche Stimme irgendwann noch in echt hören würde. Schlimm genug, dass es bei Edith Piaf und ABBA nichts geworden ist ;-)

So sassen wir also brav ab kurz vor acht in der Arena und warteten vorfreudig auf das Spektakel. Da hatten wir aber die Rechnung ohne das Publikum gemacht! Während in Deutschland in der Regel selbiges auf den Künstler zu warten pflegt, war es in Budapest genau umgekehrt! 19:55, hm, es wird wohl nicht voll. 20:00, oh, da kommen ja immer noch Leute. 20:05, huch, die Massen strömen weiter. 20:10, hört das denn gar nicht mehr auf? 20:15, und ob das voll wird! 20:20, ich glaube, die Ersten gehen gleich in die Pause! 20:21, endlich, das Konzert beginnt!


Und dauerte unglaubliche drei Stunden. Notabene ohne Pause, weil die Umzugs- und Verschnaufzeiten geschickt mit zwei befreundeten Künstlern überbrückt wurden. Okay, wenn ich zu einem Konzert gehe, will ich normalerweise diejenige hören, für die ich Karten gekauft habe. Aber wenn die Alternative bedeutet hätte, dass sich 10'000 bis 15'000 Leute aus der Arena begeben hätten, um anschliessend die Szenerie vom Anfang zu wiederholen, waren mir die beiden Zwischenacts durchaus recht! Insgesamt ein sehr schöner Abend, wenn auch ein wenig zu politisch, aber das steht auf einem hier andern Blatt.


Samstag früh haben wir uns erstmal zum schönsten Parlamentsgebäude der Welt begeben, um uns den neugestalteten Platz davor anzusehen. Und anschliessend sind wir im Wesentlichen durch Budapest gelaufen. Fünf, sechs, sieben Kilometer. Hätte mir das jemand am Anfang gesagt, ich hätte ihr den Vogel gezeigt - aber so war es, dank noch immer tollem Wetter, richtig schön!


Ein Tee wie es sein muss im Central Kávéház gab's zur Stärkung zwischendurch, bevor wir am frühen Nachmittag bei Andreas Eltern gelandet sind, wo wir bei der weltbesten Weinsuppe auch den Sonntag verbrachten.

Was das alles mit basteln zu tun hat zeigt dieses Bild:


Bereits im Zug hab ich angefangen zu nähen, was prompt zu einem kleinen Plausch mit der Schaffnerin geführt hat, die wissen wollte, was ich da mache. Tja, wie erklärt man "Prämienreise-Swap" auf Normaldeutsch? Nur soviel: Es wurde ein längeres Gespräch ;-) Weiter ging's im Flugzeug, bei den Eltern auf dem Sofa, auf dem Heimweg. Der letzte Faden wurde kurz vor der Landung durchgezogen. Leider war da das Licht in der Kabine schon aus. Ein Stich in den Finger war die Folge, glücklicherweise ohne Blutstropfen allüberall. Ich bin sicher, nicht nur Andreas Mutter hat gefragt "Mit csinál a lány?", sondern auch etliche Mitreisende wunderten sich, was das wohl wird. Dazu mehr, wenn fertig ist, wofür dies erst der Anfang war. Also im Mai, wenn es heisst: Leinen los zur Stampin' Up! Grand Vacation 2014.

Bis dahin - äh, nein, bis spätestens übermorgen - wünsche ich Euch einen wunderschönen Tag!