Mittwoch, 14. Dezember 2011

14. Dezember: Entspannung, Erholung und Genuss

Herzlich willkommen zu Glühweinduft, Blütendampfbad, Sektcocktails und kulinarischen Höhenflügen! Oder einfach: Herzlich willkommen in der Traube Tonbach. Heute nehmen wir Euch mit auf einen virtuellen Wochenendausflug in unser Lieblingshotel! Zum Einstieg in die wunderbare Welt der Traube folgt an dieser Stelle erstmal eine Folge aus der Reihe «Dr. Martin empfiehlt...», anschliessend gibt's einen bebilderten Bericht im gewohnten Stil.

 

  ___________________

«Wie kann ein von manchen für steif gehaltenes Fünfsternehotel mit einem genialen Sternerestaurant und Deutschlands bestem Koch zugleich gemütlich, sogar heimelig sein? Das Hotel Traube Tonbach schafft diesen an sich unmöglichen Spagat seit Jahrzehnten mit Leichtigkeit. Bei aller Eleganz ist es nicht überkandidelt, trägt das typische Schwarzwalddesign mit verspielten Holzvertäfelungen, zeigt das stetige Gebäudewachstum der vergangenen Jahrzehnte, ohne dabei als Zersiedelung in der Landschaft zu wirken.

Das Stammhaus beherbergt eine Bauernstube, die an die Anfänge vor zweihundert Jahren erinnert. Gleich hinter der Tür wirkt Harald Wohlfahrt, den man mit Fug und Recht den größten Koch Deutschlands nennen kann. Aber auch die Köhlerstube nebenan hat genügend kulinarische Auszeichnungen. Das Hotel selbst thront dem Stammhaus gegenüber am Hang und man hat nicht das Gefühl, unbedingt unten essen gehen zu müssen. Somit stammen unsere Bilder diesmal allesamt von dem - nicht öffentlichen - Hotelrestaurant Silberberg. 


Die Familie Finkbeiner leitet inzwischen mit zwei Generationen das Hotel und – ja das könnte das Geheimnis sein – man sieht immer ein Familienmitglied unterwegs im Hotel. Ihren Augen entgeht nichts, in Präsenz und Wirkung sind sie kaum zu übertreffen. Sie begrüßen ihre Gäste jeden Abend persönlich in allen Restaurants und wechseln einige Worte. Diese Geste ist legendär und unter den Anwesenden stets sehr geschätzt. Nie kann ein Luxushotel einer Hotelkette oder Investorengruppe eine solche Wirkung erzielen. Wir sind bei Finkbeiners zu Gast und weil sie bereits früher viele Gäste hatten, mussten sie nun mal ein Hotel bauen… ;-) 


Es gibt Mitarbeiter, die wir seit vielen Jahren kennen, manche kommen nach einigen beruflichen Ausflügen wieder in die Traube zurück. Im Zimmer fühlt man sich sofort zu Hause, alles ist da, was man braucht, alles ist gepflegt, auch wenn nicht alles das neueste ist. Ist es zu Hause ja auch nicht! Herr Finkbeiner baut – nach eigenen Angaben – dann, wenn er das Geld dafür hat und nicht auf Pump, deswegen wird oft um- oder angebaut. Die Gäste nehmen diese Baumaßnahmen erstaunlicherweise gelassen hin, anderswo würden sie sich möglicherweise eher beschweren. Aber man hat Verständnis, das Hotel wird ja schöner, interessanter und nicht weniger gemütlich. Die meisten kommen immer wieder. So auch wir.»


 ___________________

Nun könnt Ihr Euch vorstellen, in welch erwartungsvoller Stimmung wir am vergangenen Freitag nach regenreicher und daher überlanger Anreise die letzten Kurven durchs Tonbachtal in Angriff nahmen, um - und so fühlt es sich unerklärlicherweise seit dem allerersten Mal für mich an - nach Hause zu kommen, den Autoschlüssel abzugeben und durch den heimeligen Flur zur Hotelhalle zu schreiten.


Schnell aufs Zimmer, frisch gemacht und auf zum Abendessen. Die Zimmer von innen müsst Ihr Euch leider auf der Website der Traube anschauen, für schöne Interieurfotos war es bei unserer nächtlichen Ankunft einfach zu spät.


Im Restaurant Silberberg erwartete mich gleich eines der kulinarischen Highlights des Wochenendes: Eine Buttermakrele auf Gemüsebeet mit zur Kugel gebackenem mediterranem Risotto. Ich geb's zu, ich hab die genaue Beschreibung vergessen, aber wie soll man sich auch an sowas erinnern, bei der betörenden Wirkung dieser Geschmacksexplosion? Typisch Traube: Auf unsere Nachfrage, ob wir mit unserer Vorstellung von einer Makrele als eher schlankem, nicht sehr grossem Fisch bisher falsch gelegen hätten, kam der Maître de Service umgehend mit einem Computerausdruck zur Buttermakrele an...


Nach dem späten Abendessen war ein erster Besuch in der Bar angesagt. Die Traube-Bar ist für uns DIE Bar schlechthin. Nicht  nur wegen des unvergleichlichen Barkeeper-Duos, einfach aufgrund der ganzen Atmosphäre, der tollen Karte, der interessanten Gespräche und nicht zuletzt der Tatsache, dass es im Verlauf des Abends immer mal wieder kleine Köstlichkeiten aus der Küche zu probieren gibt. So leer wie auf diesem Bild ist es abends allerdings nie ;-)


So präsentierte sich der Blick ins Tonbachtal am nächsten Morgen. Der erste Schnee im Schwarzwald, was will man mehr? Vor allem, wenn er erst fällt, nachdem man die Anreise mit dem Auto schon hinter sich hat ;-)


Im Silberberg erwartete uns schon sehnsüchtig herbeigefreut das tollste Frühstücksbüffet, das man sich denken kann. Mit einer Tasse Tee und (zumindest teilweise) einer Zigarette setzten wir uns anschliessend in die Hotelhalle und freuten uns auf den Tag!


Traditionellerweise gehört zu einem Besuch in der Traube auch eine Runde Shopping auf dem wunderbaren Marktplatz in Freundenstadt. Ihr glaubt gar nicht, was man da alles finden kann! Diesmal mussten wir sogar auf halber Strecke unsere bisherigen Tüten zur Aufbewahrung abgeben... Leider beschenkte uns das Wetter nicht wie vorhergesagt mit leichtem Schneefall, sondern mit Nieselregen, was dank der Arkaden glücklicherweise kein Problem darstellt. nur der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt fiel entsprechend kürzer aus.


Zurück in der Traube stand eine Runde Wellness auf dem Programm. Whirlpool im Garten - besonders toll in der Abenddämmerung und bei kalten Temperaturen - Sauna, türkisches Bad. Was das Herz begehrt. Ich war so relaxed, dass ich später im Zimmer sogar die ersten paar Minuten Süss & Lecker mit Frau Klitzeklein veschlief! Erholt ging es anschliessend zum samstäglichen Gala Dinner im Silberberg:


Nicht auf der Karte steht diese Lachspraline auf Kürbispürree, den Rest lass ich Euch textfrei gucken, Ihr seht ja oben, was es ist (mit einem Klick aufs Bild wird der Text sogar lesbar). Nur soviel: Es war definitiv mindestens dreimal so lecker wie es auf den Bildern rüberkommt.






Nach dem Abendessen führte der Weg natürlich schnurstracks an die Bar, wo ich mich sozusagen quer durch die Champagner-Drink-Karte trank, während Andrea ihrem Favoriten Prince of Wales die Treue hielt. Wieso gibt's von diesem herrlichen Silberbecher eigentlich kein Bild?


Am nächsten Morgen erwartete uns im Silberberg ein festlich gedeckter Tisch. Wer die Beerenzweige  erkennt, weiss: Da muss jemand Geburtstag haben. Oh ja, das war ja der eigentliche Grund unseres Besuchs :-)


Und so kam es, dass ich nach diesem herrlichen Frühstücksteller...


...auch noch Andreas Geburtstagstörtchen geniessen durfte. Wen wundert's, dass ich für den Rest des Tages rein gar nix mehr gegessen hab?



Abgerundet wurde der Start in den Tag von einem kleinen Adventskonzert und dann hiess es leider für uns schon bald wieder Abschied nehmen. Ein Wochenende in der Traube ist einfach viel zu  kurz :-(

Falls Ihr nun auch Lust auf ein wenig Entspannung im Tonbachtal bekommen habt, können wir Euch das dieswöchige Weihnachtsquiz bei den Sternefressern empfehlen. Da wird doch tatsächlich ein Aufenthalt in der Traube inkl. einem Essen bei Harald Wohlfahrt in der Schwarzwaldstube und Jörg Sackmann im Sackmann  verlost! Wobei, eigentlich wollen wir das ja selber gewinnen, also geht da mal lieber nicht hin und lest weiterhin schön unseren Blog ;-) Herzlichen Dank dafür, schön, dass Ihr da seid!

2 Kommentare:

Nicole hat gesagt…

Zum Dahinschmelzen! Aus nostalgischen Gründen hätte ich mir noch eine Waffel mit Sauerkirschen gegönnt...

Christine hat gesagt…

Oh, jetzt hab ich Hunger ;) Das klingt sooo entspannt!