Sonntag, 5. Dezember 2010

Florentiner zum zweiten Advent

Auf Wunsch von Steffi stelle ich Euch heute das Florentiner-Rezept meiner Oma vor. Florentiner sind meine absoluten Lieblingsplätzchen zu Weihnachten und seit ein paar Jahren auch die einzige Sorte, für deren Vorhandensein ich jedes Jahr verantwortlich bin. Also, man nehme...

130g  Zucker
60 g   Mandelstifte
70 g   kandierte Früchte (ich nehme immer eine Mischung aus Orangeat, Zitronat und Kirschen)
70g    Sultaninen
1 dl    Sahne
40 g   Mehl
1 Packung Schokoladenglasur






Alle Zutaten bis und mit der Sahne in einer Edelstahlschüssel zusammenmischen und im Wasserbad über einem Kochtopf erwärmen. Ich fülle immer nur sowenig Wasser in den Topf, dass es den Boden der Schüssel nicht berührt.  


Wenn die Masse kurz vor dem Kochen ist, das Mehl unterrühren.


Danach mit einem Kaffeelöffel kleine Hügelchen der Karamellmasse auf das mit Alufolie ausgelegte Backblech geben. Während dieser Prozedur nehme ich den Kochtopf meistens vom Herd.

Laut Rezept bei 220 Grad Unter- und 200 Grad Oberhitze 10 Minuten backen. Ich mach bei Umluft bei 180 Grad in der Ofenmitte ca. 7 Minuten. Die Florentiner müssen nicht mehr ganz hell, aber natürlich auch nicht dunkelbraun sein. So hellbraun halt ;-) Sind sie zu hell, kleben sie an der Alufolie fest, biegen sich und fallen am Ende auseinander. Was mit zu dunklen los ist, liegt auf der Hand...


Nach dem Backen lege ich das Blech jeweils sofort auf den Terrassenboden, damit sowohl die Plätzchen als auch das Blech sofort erkalten. Ich arbeite normalerweise mit zwei Blechen, so dass immer eins im Ofen ist. Die Karamellmasse sollte nämlich nicht zu lange rumstehen, sonst wird sie zu fest und die Plätzchen "zerfliessen" im Backofen nicht mehr, sondern bleiben hügelig.Wenn die Plätzchen erkaltet sind, kann man sie leicht, aber dennoch vorsichtig von der Alufolie abziehen und erst mal so liegen lassen.


Schokoglasur (Kuchenglasur, gerne auch schick "Fettglasur" genannt, ist tiptop, mit Couvertüre habe ich es noch nie gemacht) im Wasserbad erwärmen und anschliessend die Rückseite der Florentiner mit einem zahnlosen Messer mit der Schokolade bestreichen, erkalten lassen.


Ich mache immer nacheinander zwei Portionen und bestreiche eine mit Milch- und eine mit Zartbitterschokolade. Eine grosse Portion würde ich nicht empfehlen, weil dann eben die Karamellmasse zu trocken wird. Eine Portion gibt zwischen 45 und 50 Plätzchen.

6 Kommentare:

PaperPassion hat gesagt…

Ui, das hört sich ja sowas von lecker an...Da überleg ich mir glatt, doch ein bisschen was zu backen....

einen schönen 2.advent euch beiden!

lgternaterc

Steffi hat gesagt…

Jaaaa! Danke Annemarie! Ich hab` auch soeben gebacken und hätte ich kandierte Früchte, würde ich die FLorentiner direkt hinterherschicken... Die muss ich aber erst noch kaufen. Aber nächstes Wochenende wird das Rezept definitiv ausprobiert! Danke!

Simone hat gesagt…

Meinst, das ginge auch mit Mandelplättchen? Oder sind die zu dünn?! Stifte krieg ich hier ja wieder keine.. (backfaules Volk!)

Simone hat gesagt…

So, ich hab das mal probiert. Ein einziges Desaster :( Meine Häufchen sind zu einem großen Karamellsee zusammengeflossen, haben übelste Blasen geworfen. Ende vom Lied war ein einziger Florentiner in der Größe eines Backbleches.. Woran kann das gelegen haben??

Andrea und Annemarie hat gesagt…

Oh jr! Tut mir leid, aber ich musste trotzdem lachen ;-) Meine erste Idee: Die Häufchen waren zu nah zusammen. So hab ich es auch schon geschafft, mehrere zu einem zusammenzubacken. Aber noch nie zu einem einzigen Stück. Die konnte ich dann jeweils durch brechen trennen. Zweiter Tipp, Masse vor der Mehlzugabe zu wenig lange geköchelt. Das muss sich schon ein bisschen verdicken, auch wenn es nicht kochen darf. Schwer zu beschreiben! Was hast Du nun statt Mandeln genommen?

Simone hat gesagt…

Mit dem Nudelholz zerhackte Cashewkerne. Hab den Riesenflorentiner in lauter kleine Stpckchen zerbrochen, schmeckt köstlich! Nur auf die Schokolade werde ich nun verzichten..